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Provider-Markt Schweiz 2013

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Robert Horvath

Robert Horvath
10.09.2013

Markus Brupbacher im Podiums Gespräch der Fachzeitschrift  „IT-Markt“ zum Schwerpunktthema „Serviceprovider-Dienstleistungen und der ICT-Channel“. 
 
Wie muss sich der Channel aufstellen, um im Geschäft mit Provider-Dienstleistungen Geld zu verdienen?
Wir erkennen unterschiedliche Kundenbedürfnisse welchen wir gerecht werden müssen. Dies hat auch mit den Märkten zu tun, in welchen unsere Kunden tätig sind. Operiert eine Unternehmen lokal / national, so sind dessen Anforderungen nicht identisch wie diejenigen eines international operierenden Unternehmens. Unser Fokus liegt bei lokal / national tätigen Unternehmen und diese fordern ganz klar Kompetenz, Kundennähe, Einfachheit in der Zusammenarbeit und Schnelligkeit. Diesen Anforderungen muss Rechnung getragen werden und ist für uns ein Wichtiges differenzierungsmerkmal. Im Channel ist es auf jeden Fall entscheidend, dass Provider und Partner gut zusammen harmonieren und klare Abgrenzungen untereinander bestehen.  Die Services und Dienstleistungen von Provider und Partner  müssen auch komplementär sein. Starke Partnerschaften sind für uns ein überaus wichtiger Faktor um einerseits den Endkunden die für sie richtigen Dienstleistungen zu erbringen wie aber auch für uns, um unsere eigenen Ziele erreichen zu können.  Die Anzahl der Partner soll jedoch überschaubar bleiben, damit das Optimum aus diesen Zusammenarbeiten für den Kunden, den Partner wie auch den Provider  resultiert.
 
Wie entwickelt sich der Provider-Markt?
(Konsolidierung, neue Player, neue Kundensegmente, neue Geschäftsmöglichkeiten etc.)
Nach wie vor werden weitere Konsolidierungen stattfinden. Diejenigen Anbieter, welche es verstehen die für ihre Zielgruppe richtigen Services zu erbringen, werden erfolgreich bleiben. Wer sich verzettelt wird über kurz oder lang ein Problem haben. Für ein Unternehmen wie Cyberlink ist es Key, sich klar auf ein Zielsegment zu konzentrieren und für dieses die richtigen, zukunftsorientieren  ICT-Services in hoher Qualität zu erbringen.
 
Wohin entwickelt sich die Technologie im Provider-Geschäft?
(Verbindungstechnik allgemein, Kupfer vs. Glasfaser, LTE, Cloud etc.)
Wir erkennen klar, dass Kunden nach höheren Bandbreiten (Glasfaser) und höheren Verfügbarkeiten verlangen. Ebenfalls werden Managed Services mit starken Service Level Agreements immer mehr verlangt. Qualität und starke SLA's werden im Geschäftskundenbereich ein immer wichtigerer Differenzierungsfaktor. Cloud Services werden bis anhin noch nicht in dem Mass nachgefragt, wie es sich viele Anbieter wünschten. Es wird jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis Firmen noch stärker auf Cloud Services setzen und die Vorteile erkennen, welche sie dadurch erhalten. 
 
Wo sehen Sie Probleme/Herausforderungen im Provider-Geschäft via Channel?
Für den Kunden ist zu oft nicht ersichtlich, welche Leistungen von wem erbracht werden. Durch klare Abgrenzungen kann hier Klarheit verschafft werden. Wir committen uns zu unseren Partnern und streben langanhaltende Zusammenarbeiten an. Opportunistische Zusammenarbeiten bringen in den Regel für alle Beteiligten nicht die gewünschten Resultate und schlussendlich erhält der Endkunde nicht die Leistungen und Qualitäten, welche er erwarten darf. Ebenfalls sehe ich im Markt zu viele Applikations- und Systemintegratoren, welche sich eigentlich stärker auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren sollten, anstelle selbst Connectivity, Managed-Security und Datacenter Infrastruktur Services – also klassisches Provider Geschäft – zu erbringen.
 
Wie sind die Zukunftsaussichten im Provider-Business für den Channel?
Wir sehen gute, integre starke Partnerschaften als strategisch ausserordentlich wichtig an. Intelligente, einfache Partnermodelle bilden zudem eine solide Bais sind für einen nachhaltigen, gemeinsamen Erfolg. 
 
Quelle: IT-Markt Nr. 8/2013, Netzmedien AG
 

  Artikel IT-Markt - Serviceprovider-Dienstleistungen und der ICT-Channel (4,6 MB)


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