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Bei Managed Services ist Beratung gefragt

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Robert Horvath

Robert Horvath
08.05.2015

Bis 2018 soll der Cloud-Markt mit seinem Service-Angebot auf ein Umsatzvolumen von 19.8 Milliarden Euro in Deutschland anwachsen. Ein Geschäft also, das sich für Hersteller, Distributoren und Reseller lohnt. Doch nicht nur die Komplexität der Materie birgt Fallstricke.

Heutzutage stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die Service-Qualität gegenüber ihren Kunden zu verbessern sowie Prozesse effizienter zu gestalten. Aktuelle IDC-Untersuchungen (IT Service Management in Deutschland 2014) zeigen, dass sich dabei Kosteneinsparungen weit oben auf der Agenda der IT-Verantwortlichen befinden. In der Regel entfallen 80 Prozent der Ressourcen auf den operativen Betrieb der IT. Dies lässt wenig Raum für zukunftsgerichtete Innovationen. Entsprechend wächst der Druck auf IT-Abteilungen, Workflows zu standardisieren und zu automatisieren. Eine Abhilfe können hier Managed oder Cloud Services schaffen. Denn durch die Auslagerung von IT-Infrastruktur und Software kann flexibler auf veränderte Business-Anforderungen reagiert und das gebundene Kapital reduziert werden.
 
Dabei ist das Angebot an Services vielfältig. Sie reichen von Remote Management, Backups oder Monitoring bis zur kompletten Auslagerung der Infrastruktur (IaaS), Software (SaaS) oder ganzer Plattformen (PaaS). Ebenfalls gross ist die Bandbreite an Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen und somit deren Anforderungen, die solche Services in Anspruch nehmen. Wenn die IT-Umgebung, neben der On-Premise-IT zunehmend auch Cloud Services und outgesourcte IT-Komponenten umfasst, wird sie hybrid und somit komplexer. Das wiederum bietet IT-Dienstleistern Umsatzpotenzial, wenn sie als Berater sowie Integratoren zwischen Geschäftskunden und den sogenannten Managed Service Providern (MSP) auftreten.
 
Zudem fördert die Nutzung von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets die Nutzung ausgelagerter Dienste. Laut IDC verwendet jeder zweite Mitarbeiter im Durchschnitt mehr als vier mobile Geräte – private oder geschäftliche. Für die IT-Organisation bedeutet dies vor allem, sich für das Client Management und den Support der mobilen Endgeräte zu rüsten. Das begründet wiederum die hohe Nachfrage nach entsprechenden Tools.

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Abbildung 1: Die vom Bitkom verwendeten Zahlen basieren auf Erhebungen der Experton Group.

Der Branchenverband Bitkom prognostiziert bis zum Jahr 2018 das Volumen des deutschen Cloud-Marktes im Business-Bereich mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 35 Prozent. 2014 entfiel ein Grossteil des Umsatzes mit rund 3 Milliarden Euro auf Dienstleistungen. IDC schätzt das momentane Marktvolumen für Cloud-Professional-Services in Deutschland auf mehr als 700 Millionen Euro. Die Analysten gehen davon aus, dass sich das rasante Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund 28 Prozent weiter fortsetzen wird. Damit wächst der Markt für Professional-Services um ein Vielfaches schneller als der Gesamtmarkt für IT-Services.
 
Fallstricke
Doch die Nutzung externer Services bringt auch einige Fallstricke mit sich. Dazu gehört beispielsweise bei Datenauslagerung die Frage, wo die Unternehmensdaten schlussendlich liegen. Zwar muss sich ein Cloud-Datacenter, dem Firmen aus der EU personenbezogene Daten anvertrauen, in einem Mitgliedsland der Europäischen Union befinden, so die Gesetzeslage. Der Haken dabei: Service Provider, wie Amazon, Google oder Microsoft mit Firmensitz in den USA unterliegen den Gesetzen ihres Heimatlandes. Das heisst, sie müssen gegebenenfalls Daten ihrer Kunden an die dortigen Behörden herausgeben.
 
Zudem sollten sich Unternehmen rechtzeitig über eine Exit-Strategie Gedanken machen: Wie lassen sich Workloads bei Ende der Vertragslaufzeit mit einem Provider zurückholen oder migrieren? Lagert ein Unternehmen zentrale Anwendungen und Workloads an einen Provider aus, ist es oft schwierig, diese wieder in das eigene Rechenzentrum zurückzuholen oder zu einem anderen Provider zu transferieren. Ein Grund ist die Inkompatibilität der Cloud-Plattformen. Organisationen, wie die Open Data Center Alliance, versuchen diesen Hemmschuh zu beseitigen. Eine weitere Option ist der Einsatz von Container-Technologien.
 
 
Quelle: http://www.it-business.de/

 

 


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