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IT Basis für die Digitale Transformation

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Robert Horvath

Robert Horvath
18.02.2016

Um die Geschäftsanforderungen an die IT zu erfüllen, setzen viele Unternehmen auf die Cloud. So entstehen hybride IT-Landschaften, deren Management komplex ist. Plattformen sollen den Betrieb erleichtern und die Umsetzung der Fachanwendungen beschleunigen.

Viel wird derzeit über die Digitale Transformation gesprochen. Doch die notwendige Umgestaltung der Abläufe kommt in vielen Unternehmen nicht voran – unter anderem weil die IT überfordert ist. So sehen es die Marktforscher von IDC, die dazu 274 Organisationen mit mehr als 100 Beschäftigen befragt haben. Zu den grössten Herausforderungen im Hinblick auf die eigene IT-Umgebung gaben die Befragten an, dass der Transformationsprozess aufgrund der Komplexität und der fehlenden IT-Qualifikationen der Mitarbeiter zu lange dauere. Die Folge: Neue Geschäftsprozesse können nicht so schnell umgesetzt werden, wie es von den internen Kunden erwartet wird. Forrester Analyst Richard Fichera stimmt dem zu. Agilität, Reaktionsschnelligkeit und operative Effizienz seien die Anforderungen an die Infrastruktur-Verantwortlichen, die immer wieder in allen Umfragen genannt würden, so Fichera.

Neue Applikationen können somit nicht schnell genug umgesetzt werden. So zitiert Hewlett Packard Enterprise (HPE) in einer Pressemeldung zum Beispiel das Marktforschungshaus Clutch mit der Aussage, dass es in traditionellen Infrastrukturen durchschnittlich sechs Wochen dauere, um eine neue mobile Anwendung oder Dienstleistung zum Laufen zu bringen. Denn dies sei ein komplizierter Prozess, für den viele verschiedene Werkzeuge und die Zusammenarbeit mehrerer Teams erforderlich sind.

Um auf IT-Seite schneller handeln zu können, greifen Unternehmen zunehmend auf Cloud-Services zurück. Rund sechs von zehn Firmen nutzen laut IDC-Studie mittlerweile Dienste aus der Wolke. Weitere 26 Prozent beschäftigen sich mit dem Thema. Cloud-Services seien in den IT-Sourcing-Strategien der meisten Unternehmen fest verankert, heisst es bei IDC.

Dennoch werden nicht alle Workloads in die Cloud – sei es Private oder Public – verlagert. Vor allem Personal-, Kunden-, Finanz- und Buchhaltungsdaten sowie Forschungs- und Entwicklungsdaten bleiben laut IDC-Umfrage im Unternehmen.

Die Firmen beziehen ihre IT-Leistung also verstärkt aus unterschiedlichen Quellen – aus den verschiedenen Cloud-Konzepten und onpremise. „Die Unternehmen stehen jetzt vor der Aufgabe, diesen Sourcing-Mix zu einer hybriden Cloud-Umgebung zu verbinden“, meint IDC-Analyst Matthias Kraus. „Eine hybride Infrastruktur ist die neue Realität“, sagt auch Antonio Neri, Executive Vice President und General Manager der Enterprise Group bei HPE. Marktanalysen zeigten, so Neri, dass eine hybride Kombination von traditioneller IT und Private Clouds den Markt in den kommenden fünf Jahren dominieren wird.

Mit dem Aufbau einer solchen hybriden IT-Landschaft sind klare Ziele verbunden. Laut Studie wollen 60 Prozent der befragten Unternehmen damit vor allem die Business-Erwartungen an eine agile Geschäftsprozessunterstützung umsetzen. Jedes fünfte Unternehmen will mithilfe von hybrider IT mittelfristig vor allem neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle verwirklichen. „Die Integration und die automatische Workload-Portabilität ermöglichen es der IT, betriebliche Prozesse zu automatisieren oder Analytics-Szenarien unabhängig von der Sourcing-Variante durchzuführen und damit die Digitale Transformation voranzutreiben“, erklärt Kraus.

Aufbau und Management einer hybriden Umgebung stellen jedoch eine Herausforderung dar. Die Komplexität der IT-Landschaft und das Thema Integration zählen laut IDC zu den grössten Hürden. IT-Anbieter arbeiten daher an Lösungen für eine so genannte Composable Infrastructure, mit denen sich das Management der hybriden Architektur vereinfachen lässt.

Unter den Cloud-Nutzern und Planern bleiben Private Cloud-Umgebungen (57 Prozent) aktuell die bevorzugte Variante in Deutschland. Dies ist ein Ergebnis der IDC-Umfrage unter 274 Organisationen. Rund ein Drittel der Befragten setzt inzwischen auf Hosted Private Clouds, die Verbreitung von Public Clouds steigt auf 27 Prozent. Werden die Planungen in die Tat umgesetzt, werden im Jahr 2017 nahezu drei von vier Unternehmen Hosted Private Clouds und mehr als 60 Prozent Public Clouds nutzen.

Weiteres Ergebnis der Untersuchung von IDC: Der Bedarf an hybriden Umgebungen wächst. Die Verbreitung von Hybrid Clouds – so der IDC-Terminus für diese Art von IT-Landschaft – ist im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel gestiegen (von 15 auf jetzt 20 Prozent). Zusätzlich planen 57 Prozent der befragten Unternehmen den Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen innerhalb der kommenden 24 Monate.

Quelle: http://www.zdnet.de/


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