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So sicher wie im Banktresor

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Robert Horvath

Robert Horvath
24.03.2017

In vielen Unternehmen verrichten nach wie vor hauseigene Server in der Abstellkammer ihre Dienste. Das mag praktisch erscheinen, ist aber vor allem hochgradig unsicher. Um die eigene IT wirklich vor unbefugtem Zugriff, Feuer, Wasser oder Stromausfällen zu schützen, sollten Firmen einen Umzug des Servers in ein High-Tech Datencenter erwägen. Die Vorteile sind zahlreich. Und dank «Co-Location» mietet man auch nur die Fläche, die man wirklich braucht. Ein Einblick.

Eine Schleuse vor dem Gebäude stellt die erste Barriere dar. Wer diese hinter sich lässt, muss diverse Sicherheitstüren passieren, die nur mit einem persönlichen Badge zu öffnen sind. Danach folgt ein Aufzug, der sich ebenfalls nur nach bestandener ID-Prüfung in Bewegung setzt. Erst wer diverse weitere Türen passiert und danach in der Vereinzelungsanlage durch einen Fingerabdruckscan zweifelsfrei identifiziert wird, gelangt in den Serverraum.

Was wie die Beschreibung des Sicherheitsdispositivs einer Grossbank klingt, beschreibt vielmehr die Schutzmassnahmen des Tier-3 High-End Datacenters, welches die in Zürich ansässige Cyberlink AG in der Schweiz betreibt. «In Sachen Sicherheit ist dieses Datacenter auf dem allerneusten Stand», erklärt Thomas Knüsel, COO bei Cyberlink. Die gesamte Infrastruktur ist mehrfach redundant konzipiert. Das bedeutet, dass auch bei einem Ausfall ganzer Systemkomponenten der Betrieb weiterlaufen kann, da die erforderlichen Systeme mehrfach vorhanden sind und im Störungsfall einspringen können. Zusätzlich kommen mehrfach aktive und passive Energieversorgungswege zum Einsatz. Die Stromversorgung wird dadurch mit einer Verfügbarkeit von 99,999 Prozent garantiert – was einem Unterbruch von gerade einmal 26 Sekunden entspricht; und zwar pro Monat. Dadurch sind Unternehmensdaten und Anwendungen auf dem Server maximal vor jeglicher Art unerwünschter, externer Einflussnahme sowie Stromausfällen geschützt. Gleiches gilt übrigens für Feuer und Wasser.

Alte Strukturen hinterfragen

Leider sei es in vielen Unternehmen in der Schweiz eine Tatsache, dass Firmenserver noch im Bürogebäude untergebracht sind und zum Beispiel im Keller ihren Dienst verrichten. «Sicher ist das natürlich nicht», betont Knüsel. Aber muss man deswegen gleich in ein Hochsicherheits-Datacenter wechseln? Für den Experten ist dieser Schritt absolut gerechtfertigt, denn die Argumente liegen auf der Hand: «Stellen Sie sich nur einmal die Frage, wie wichtig eine funktionierende IT für Ihr Unternehmen ist. Kann Ihre Firma ohne diese funktionieren, auch nur für einen kurzen Zeitraum? Sehr wahrscheinlich nicht.» Aus diesem Grund sollte man der Sicherheit von Daten und Systemen höchste Relevanz beimessen. Ein weiterer grosser Vorteil liegt in der Steigerung der unternehmerischen Effizienz. Denn wer den Server an einem sicheren Ort weiss, kann sich auf die eigentlichen, unternehmerischen Kernkompetenzen konzentrieren.

Wer nun aber angesichts der zu erwartenden «Umzugs-Kosten» skeptisch ist, den kann Thomas Knüsel beruhigen. «Dank Co-Location können Sie dedizierten Rackspace mieten, der genau Ihrem jeweiligen Bedarf entspricht», erklärt der Experte. Je nachdem, wie viel Platz benötig wird, können Kunden ein ganzes, ein halbes oder auch nur ein Viertel-Rack mieten. Dank des Rund-um-die-Uhr-Betriebs (inkl. ständiger Überwachung durch Personal vor Ort) hat man zu jeder Zeit Zugang zum eigenen Server, während sieben Tagen in der Woche.

Gedanken machen vor dem Umzug

Unternehmen, die einen Umzug ihrer Serverinfrastruktur ins Hochsicherheits-Datacenter ins Auge fassen, sollten vorher einige wichtige Punkte beachten, führt Thomas Knüsel aus. So werde am Tag X unschönen Überraschungen vorgebeugt. Folgende Faktoren gilt es zu bedenken:
 

  • Die Daten-Landschaft

Serverinfrastrukturen sind oft historisch gewachsen und dies gilt oft auch für die Daten-Landschaft. Vor einem Umzug der Server muss genau geklärt werden, welche Daten wo abgespeichert wurden, welche Abteilungen mit welchen Daten arbeiten und ob die verwendeten Programme überhaupt noch kompatibel sind mit aktuellen Systemen.
 

  • Infrastruktur

Welche Server Abhängigkeiten bestehen? Gibt es Teilkomponenten, von denen man vielleicht nichts mehr weiss? Und lassen sich diese wieder hochfahren, wenn sie einmal abgeschaltet wurden?
 

  • Parallele, weitere Projekte

«Unsere Erfahrung zeigt, dass manche Unternehmen den Server-Umzug nutzen wollen, um z.B. eine neue Software zu installieren, Systeme upzudaten oder neue Komponenten einzubinden», erklärt Thomas Knüsel. Dies sei aber keineswegs empfehlenswert, da sich so die Fehleranfälligkeit drastisch erhöht. Sinnvoller sei es, sich zuerst ausschliesslich um das Relocating zu kümmern oder eine neue Server-Infrastruktur im Parallelbetrieb hochzufahren, zu testen und dann am Tag X umzuschalten.

Beratend zur Seite stehen

Um solche Probleme zu verhindern, steht die Cyberlink AG ihren Kunden natürlich beratend zur Seite. Sie nimmt im Vorfeld des Relocating ein Assessment vor. Dabei wird die IT-Infrastruktur ausgiebig begutachtet und inventarisiert. «So stellen wir sicher, dass der Umzug effizient von statten gehen kann und der Betriebsunterbruch bei unseren Kunden möglichst kurz sein wird», betont Thomas Knüsel.
 


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