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2021 kommen 95 Prozent des Datenverkehrs aus der Cloud

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Robert Horvath

Robert Horvath
09.02.2018

Der Cisco Global Cloud Index zeigt, dass die wachsende Nutzung von Cloud-Applikationen den Datenverkehr in Rechenzentren hochtreibt. Laut Studie soll der weltweite Cloud-Verkehr bis 2021 19,5 Zettabyte erreicht haben.

Gemäss dem Cisco Global Cloud Index sollen im Jahr 2021 95 Prozent des gesamten Datenverkehrs aus Cloud Traffic stammen. 19,5 Zettabyte sollen dann erreicht werden, was einer Steigerung von 6 Zettabyte beziehungsweise einer jährlichen Wachstumsrate von 27 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 entspricht. Zu dem Wachstum von Cloud Services tragen sowohl B2C- als auch B2B-Anwendungen bei. Zu den bei Verbrauchern beliebtesten Cloud-basierten Apps gehören Video-Streams, soziale Netzwerke und Internetsuche. Bei Mitarbeitern im Business-Bereich sind des ERP-, Kollaborations- und Analyselösungen. 

Die Entwicklung stellt Ansprüche an die Technologie: So braucht etwa die wachsende Zahl an IoT-Anwendungen rund um intelligente Autos, Smart Cities oder etwa das vernetzte Gesundheitswesen zunehmend hochskalierbare Server- und Speicherlösungen. Laut Studie wird es 2021 13,7 Milliarden IoT-Verbindungen geben – verglichen mit 5,8 Millionen in 2016. In diesem Bereich spielen die verbesserten Sicherheitslösungen eine wesentliche Rolle für das Cloud-Wachstum. 

Mit Cloud Computing umfasst die Studie alle Plattformen, die einen permanenten, bedarfsgerechten Netzwerkzugriff auf konfigurierbare Ressourcen wie etwa Netzwerke, Server oder Dienste ermöglichen. Dabei liegen die Hauptunterschiede zwischen Cloud-Rechenzentren und traditionellen Rechenzentren in Virtualisierung, Standardisierung, Automation und Sicherheit. So haben Cloud-Rechenzentren mehr Leistung und Kapazität sowie eine einfachere Verwaltung.
 

8 interessante Trends aus der Studie:

  • Bis 2020 werden 92 Prozent der Workloads von Cloud-Rechenzentren und 8 Prozent von herkömmlichen Rechenzentren verarbeitet. Ein Workload ist ein integrierter Softwareverbund aus Anwendung, Middleware, Datenbank und Betriebssystem, der eine bestimmte Berechnungsaufgabe durchführt.
     
  • Speicherkapazität der Rechenzentren: Bis 2020 wird die Speicherkapazität von Rechenzentren von 382 EB im Jahr 2015 um fast das Fünffache auf 1,8 ZB wachsen.
     
  • In Rechenzentren und auf Geräten gespeicherte Daten: Weltweit werden die in Rechenzentren gespeicherten Daten bis 2020 um das 5,3-fache wachsen. Die auf Geräten gespeicherte Datenmenge wird bis 2020 fünfmal höher sein als die in Rechenzentren gespeicherten Daten.
     
  • Weltweit werden die durch das Internet der Dinge (IoT) generierten (aber nicht notwendigerweise gespeicherten) Daten bis 2020 auf 600 ZB pro Jahr anwachsen. Das ist 275-mal mehr als der prognostizierte Traffic zwischen Rechenzentren und Endbenutzern/Geräten und 39-mal mehr als der gesamte prognostizierte Rechenzentrums-Traffic.
     
  • Bis 2020 werden die Cloud-Workloads über Public-Cloud-Rechenzentren von 49 Prozent im Jahr 2015 auf 68 Prozent ansteigen. Hingegen werden nur noch 32 Prozent der Workloads über Private-Clouds abgearbeitet. Ein Workload ist ein integrierter Softwareverbund aus Anwendung, Middleware, Datenbank und Betriebssystem, der eine bestimmte Berechnungsaufgabe durchführt.
     
  • Bis 2020 werden Workloads in Unternehmen 72 Prozent der gesamten Arbeitslast im Rechenzentrum ausmachen, verglichen mit 79 Prozent im Jahr 2015. 29 Prozent dieser Workloads werden für Computing benötigt, 24 Prozent für Collaboration. Weitere 22 Prozent des gesamten Workloads werden von Datenbank, Analysen und Internet der Dinge (IoT) belegt.
     
  • Bis 2020 werden Consumer-Workloads 28 Prozent der gesamten Arbeitslast im Rechenzentrum ausmachen. 34 Prozent dieser Consumer-Workloads werden für Video-Streaming benötigt, 24 Prozent für Social-Networking, weitere 15 Prozent der gesamten Consumer-Workloads werden von Suchvorgängen belegt, im Vergleich zu 17 Prozent im Jahr 2015.

  • Anteil der Konsumenten am Cloud-Storage: Bis 2020 steigt die Nutzung persönlicher Cloud-Speicher im Internet von 47 Prozent im Jahr 2015 auf 59 Prozent. Jeder Nutzer wird bis 2020 monatlich 1,7 GB Traffic über seinen Cloud-Speicher abwickeln, verglichen mit 513 MB pro Monat im Jahr 2015.  

Quelle: CiscoIT Magazin 


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