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SCION

Pionierarbeit im Finanzsektor: Wie Finnova mit Cyberlink die SSFN-Anbindung der Zukunft realisiert hat

Finnova, einer der führenden Core-Banking-Anbieter der Schweiz, stand vor einer klaren Herausforderung: Die Einführung von Instant Payment erforderte eine sichere, regulatorisch konforme und hochverfügbare Netzwerkanbindung an das Secure Swiss Finance Network (SSFN). Was als gezieltes Einzelprojekt begann, wurde zur umfassenden Infrastrukturpartnerschaft und schrieb gleichzeitig ein Stück Technikgeschichte: Finnova war der erste Kunde, der SCION produktiv auf der Sovereign Cloud von cloudscale einsetzte. Damit war die SCION Cloud geboren.

Projektdaten

  • Lösung / Services: SSFN-Anbindung, SCION auf der Sovereign Cloud von cloudscale, Appliances und Lizenzen, Consulting und Architektur, 24/7-Managed-Service
  • Provider: Cyberlink AG
  • Technologie: SCION (entwickelt an der ETH Zürich), Sovereign Cloud von cloudscale
  • Branche: Finanzsektor / Core Banking
  • Kunde: Finnova – einer der führenden Core-Banking-Anbieter der Schweiz
  • Unternehmensgrösse: 500+ Mitarbeitende
  • Plattformen: Omega (containerisierte Applikationen auf Kubernetes-Basis) und Gamma (Core Banking und weitere Windows-basierte Systeme), verteilt auf vier Rechenzentren
  • Projektstand: operativ

Herausforderung

Im Sommer 2023 kamen auf Finnova gleich mehrere Anforderungen gleichzeitig zu. Die Kunden beauftragten das Unternehmen, Instant Payment einzuführen und die entsprechende Plattform bereitzustellen. Gleichzeitig rückte die von SIX angekündigte Abschaltung des Finance IPNet per September 2024 näher. Es brauchte deshalb eine sichere, regulatorisch konforme und hochverfügbare Anbindung an das Secure Swiss Finance Network (SSFN) – und das unter Zeitdruck. Das Know-how zu SSFN war intern noch begrenzt, und nur wenige Provider konnten entsprechende Leistungen überhaupt anbieten. Dazu kam die Architektur: Mit Omega und Gamma betreibt Finnova zwei Betriebsplattformen, die dediziert, redundant und über vier Rechenzentren hinweg angebunden werden mussten. Offen war zu Beginn auch, ob Finnova als Non-Bank überhaupt am SSFN teilnehmen darf. Finnova suchte deshalb nicht einfach einen Konnektivitätsanbieter, sondern einen Partner, der das nötige Fachwissen mitbringt, aktiv an der Konzeption mitarbeitet und das Unternehmen durch unbekanntes Terrain begleitet.

Der Ansatz

Nach der Anfrage bei mehreren Providern entschied sich Finnova für Cyberlink. Ausschlaggebend war die Bereitschaft, gemeinsam Architektur-Workshops durchzuführen und die Lösung von Grund auf zusammen zu entwickeln. Cyberlink begleitete das Projekt in jeder Phase – von der Konzeption über das Lösungsdesign und die Lieferung von Appliances und Lizenzen bis zur Umsetzung und zum 24/7-Betrieb, durchgehend mit demselben Team. Eine besondere Wendung ergab sich, als cloudscale als Datacenter-Partner keine physischen Geräte in den eigenen Rechenzentren integrieren wollte. Gemeinsam mit Cyberlink und cloudscale entstand daraufhin eine Alternativarchitektur auf Basis von SCION, betrieben auf der Sovereign Cloud von cloudscale. Finnova wurde damit zum ersten Produktivkunden dieser Kombination – die SCION Cloud war geboren. Gegenüber dem ursprünglichen Ansatz bietet die neue Architektur höhere Ausfallsicherheit und stabile 24/7-Verfügbarkeit, zum gleichen Preis. Sie lässt sich zudem vervielfachen: Weitere Instanzen oder zusätzliche Rechenzentren sind technisch ohne grossen Aufwand möglich. SIX liess sich überzeugen, dass Finnova als Core-Banking-Betreiber die Zulassung als SSFN-Lösungsanbieter beantragen kann. Beim dafür nötigen Audit unterstützte Cyberlink mit Nachweisen bis auf Netzwerkebene, inklusive Firewall-Regeln und Routing-Konfigurationen. Das SSFN-Zertifikat ist heute eine klare Marktvoraussetzung für Finnova.

Aktueller Stand

Die Lösung ist operativ und läuft stabil. Das Monitoring ist so aufgestellt, dass Cyberlink Auffälligkeiten oft erkennt, bevor sie sich intern bemerkbar machen. Gegenüber klassischen VPN-Verbindungen bietet die SSFN-Anbindung über SCION deutlich mehr Transparenz: Traffic-Verläufe, kommunizierende Endpunkte und Routing-Informationen sind sichtbar. Der Scope ist im Projektverlauf laufend gewachsen – um die Ablösung bestehender MPLS-Verbindungen, die Anbindung neuer Finanzmarktdienstleister und Servicebüros sowie die Möglichkeit, dass Finnova-Kunden Services direkt über SSFN beziehen, ohne klassische VPN-Verbindungen. Besonders spürbar ist der Unterschied bei neuen Partnern: Wo eine VPN- oder MPLS-Aufschaltung früher ein bis zwei Wochen dauerte, ist eine Anbindung über SSFN heute eine Sache von Stunden. Das Security- und Compliance-Team schätzt zudem, dass Risiken am Netzwerkperimeter von vornherein reduziert werden, ohne zusätzliche Kontrollmechanismen.

Rollen im Projekt

Cyberlink AG

  • Konzeption, Architektur-Workshops und Lösungsdesign
  • Lieferung von Appliances und Lizenzen
  • SSFN-Anbindung und technische Umsetzung über vier Rechenzentren
  • Unterstützung bei SSFN-Zertifizierung und Audit bis auf Netzwerkebene
  • 24/7-Managed-Service, Betrieb und proaktives Monitoring
  • Feste Ansprechpersonen: Stephan Ulrich (Chief Sales Officer) und Matthias Schwarzenbach (Lead Engineer Network & Security)

Finnova

  • Projektleitung und Anforderungen der Betriebsplattformen Omega und Gamma
  • Antrag auf Zulassung als SSFN-Lösungsanbieter
  • Durchlaufen des Zertifizierungsaudits
  • Anbindung von Finanzmarktpartnern und Bereitstellung der Services für Finnova-Kunden

cloudscale

  • Sovereign Cloud als Betriebsumgebung für SCION
  • Mitentwicklung der Alternativarchitektur

«Zuverlässig, professionell, reaktionsschnell, flexibel. Wir hatten zu Beginn nur wenig Know-how zu SSFN, und Cyberlink hat uns bis auf die Netzwerkstufe hinunter unterstützt, damit wir nachweisen konnten, dass wir die SSFN-Vorgaben einhalten. Ich war jedes Mal erleichtert, wenn ein Projektpartner ebenfalls mit Cyberlink zusammenarbeitete.»

René Steinmann | Senior Project Manager, Finnova

Der Ansatz in Kürze

  • Alles aus einer Hand: Consulting, Architektur, Lieferung, Umsetzung und Betrieb kommen vom selben Team, über die gesamte Projektlaufzeit.
  • Pionierarchitektur in der Cloud: Als erster Produktivkunde betreibt Finnova SCION auf der Sovereign Cloud von cloudscale – ohne physische Geräte im Rechenzentrum von cloudscale.
  • Hochverfügbar über vier Rechenzentren: Die Betriebsplattformen Omega und Gamma sind dediziert und redundant angebunden, mit stabiler 24/7-Verfügbarkeit.
  • Einfach skalierbar: Weitere Instanzen oder zusätzliche Rechenzentren lassen sich technisch ohne grossen Aufwand ergänzen.
  • Partner in Stunden statt Wochen: Neue Finanzmarktpartner sind über das SSFN innert Stunden angebunden. Früher dauerte eine VPN- oder MPLS-Aufschaltung ein bis zwei Wochen.
  • Reduzierte Angriffsfläche: Das SSFN löst bestehende MPLS-Verbindungen ab und reduziert Risiken am Netzwerkperimeter von vornherein, ohne zusätzliche Kontrollmechanismen.
  • Transparenz statt Ampel-Dashboard: Traffic-Verläufe, kommunizierende Endpunkte und Routing-Informationen sind sichtbar. Das proaktive Monitoring erkennt Auffälligkeiten oft, bevor sie intern spürbar werden.
  • Regulatorisch tragfähig: Cyberlink unterstützte Finnova beim Audit bis auf Netzwerkebene. Das SSFN-Zertifikat ist heute eine klare Marktvoraussetzung.

Mit dem SSFN hat Finnova eine Basis geschaffen, die mitwächst: Neue Finanzmarktdienstleister, Servicebüros und Finnova-Kunden lassen sich direkt anbinden und Services über das SSFN beziehen, ohne klassische VPN-Verbindungen.

Weiterführende Links

Erfahre mehr über die SCION-Lösungen von Cyberlink:
Finance: SSFN
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Finnova

Die Finnova AG Bankware mit Sitz in Lenzburg ist seit 1974 Schweizer Spezialistin für Core-Banking-Software. Über 500 Mitarbeitende entwickeln die Finnova Banking Software, eine umfassende Lösung für Universal- und Privatbanken, ergänzt um Angebote für Analytics, Compliance und Multibanking. Über 100 Banken zählen zu den Kunden.

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