Interview: SD-WAN für die Standortvernetzung – SDI fürs Internet

Thomas Knüsel
9. Juni 2021

Alle reden von künstlicher Intelligenz, aber die klassische Internetverbindung hat wenig mit Intelligenz zu tun. Warum SDI moderne Arbeitsweisen intelligent unterstützt, erklärt Thomas Knüsel, COO von Cyberlink.

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Was hat Sie dazu bewogen, SDI zu entwickeln?

Thomas Knüsel: Als Testsieger im «Bilanz»-Telekom-Rating der vergangenen drei Jahre haben wir den Anspruch, nicht stehen zu bleiben und unseren Kunden innovative und moderne Lösungen an die Hand zu geben. Dank unserer 25-jährigen Erfahrung und des engen Austauschs mit unseren Kunden kennen wir die Pain Points der klassischen Lösungen. Gleichzeitig kennen unsere Netzwerkspezialisten die neuesten Technologien, und die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht es, diese auf neue Art und Weise in einem Service bereitzustellen. Am Anfang stand ein Projekt mit dem Arbeitstitel: «Einfach geiles Internet». Das Ziel war somit klar! Als Schlüsseltechnologie für die Umsetzung war Software Defined Network (SDN) gesetzt. Dabei wird das Routing von der Hardware getrennt und zentral durch Software gesteuert. Mit SDI ist es nun möglich, mehrere Uplinks ins Internet oder zu anderen Firmenstandorten optimal einzusetzen und auszulasten..

 

Was begeistert Sie persönlich am meisten an SDI?

Mit SDI ist es uns gelungen, ein Produkt zu entwickeln, das die Pain Points klassischer Internet-Services beseitigt. Moderne Unternehmen brauchen heute eine Internetverbindung, die immer verfügbar ist, die dafür sorgt, dass businesskritische Applikationen immer genügend Bandbreite zur Verfügung haben, Echtzeit- Applikationen wie VoIP-Telefonie oder Videokonferenzen priorisiert behandelt werden – und alles sollte zusätzlich noch durch eine Firewall abgesichert sein. Ist das einmal nicht der Fall, möchten sie einen Ansprechpartner, der das Problem selbstständig erkennt und proaktiv behebt. Das alles können wir bei Cyberlink.

 

Das klingt alles so perfekt, gab es bei der Entwicklung von SDI nicht auch Hürden zu meistern?

Transparenz ist uns sehr wichtig. Als Pionier geht man neue Wege und stellt sich neuen Herausforderungen. Somit werden wir immer wieder Hürden überwinden müssen. Im Zeitalter der Digitalisierung werden erfolgreiche Produkte nicht mehr in organisatorischen Silos entwickelt, sondern in funktionsübergreifenden Teams. Netzwerkspezialisten arbeiten Hand in Hand mit Softwareentwicklern und Systemtechnikern. Bei Cyberlink haben wir auf agile Methoden umgestellt. Damit ist ein intensiver Lernprozess verbunden. SDI ist nun eines der ersten Produkte, das aus dieser neuen Art der Zusammenarbeit entstanden sind. Wir sind stolz auf das Ergebnis und wollen als Organisation weiter lernen.

 

Ist eine Weiterentwicklung von SDI geplant, wenn ja in welche Richtung?

Die Weiterentwicklung läuft bereits. Dabei hilft uns erneut die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir hören gut zu und stellen sicher, dass wir uns stets an ihren Bedürfnissen ausrichten. Auf der Roadmap stehen die Integration weiterer Hardwaremodelle für die passgenaue Performance, die Unterstützung weiterer Access-Technologien und der Ausbau des Funktionsumfangs. Besonders interessant wird die Integration von 5G-Mobile.
 

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